Ausbildung Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Pflegefachfrauen/Pflegefachmänner pflegen, betreuen, begleiten und beraten Menschen mit Assistenzbedarf, zum Beispiel ältere und alte Menschen. Sie unterstützen alte Menschen bei den Tätigkeiten des täglichen Lebens wie beim An- und Ausziehen, bei der Körperpflege, bei der Ernährung, im Haushalt usw.

Pflegefachfrauen/Pflegefachmänner führen Bewegungsübungen durch, wirken bei der Behandlung von kranken und/oder alten Menschen mit und führen ärztliche Verordnungen aus. Sie beraten und unterstützen bei persönlichen und sozialen Problemen sowie bei der Ernährung und Gesundheitsvorsorge. Sie helfen zum Beispiel dem alten Menschen, seine eigenständige Lebensführung zu erhalten und zu aktivieren.

Pflegefachfrauen/Pflegefachmänner gestalten Feste und Veranstaltungen für kranke und/oder alte Menschen und fördern soziale Kontakte. Sie beraten und informieren Angehörige, Verwandte und Freund*innen des zu Pflegenden, die an der Pflege beteiligt sind oder die den zu Pflegenden begleiten. Sie arbeiten mit anderen Pflegekräften, Ärzt*innen, Physio- und Ergotherapeut*innen, Sozialarbeiter*innen und Seelsorger*innen zusammen.

Termin

01.10.2020 - 30.09.2023

Inhalte der Ausbildung

Die Pflegeausbildung soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbstständigen, eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung und Begleitung der zu Pflegenden erforderlich sind.

Die Ausbildungsinhalte werden durch die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und die dazu ergangenen Ausführungsbestimmungen des Landes vorgegeben. Grundlage für die theoretische Ausbildung ist das für die Pflege-Schulungszentren des IBAF entwickelte Curriculum, das die Handlungsorientierung in den Vordergrund stellt, u. a. in den Lernfeldern:

  • Pflege planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren
  • Menschen personen- und situationsbezogen pflegen
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Menschen bei der Tagesgestaltung unterstützen
  • An qualitätssichernden Maßnahmen mitwirken

Während der Ausbildungszeit werden neben fachspezifischen Inhalten kommunikative Kompetenzen im Umgang mit der eigenen Hörschädigung erarbeitet und das Rollenverhalten eingeübt. Die Unterrichtsinhalte werden in didaktischer und inhaltlicher Hinsicht an Lernformen und Stand der gehörlosen Auszubildenden angepasst. Im Bereich Kommunikation und zur Förderung der Schriftsprachkompetenz wird spezieller Unterricht angeboten, z. B. werden Wortschatz und Ausdrucksformen für Pflegedokumentationen gehörlosenspezifisch vermittelt.

Zielgruppe

Schwerhörige und Gehörlose, die von kleinen Klassen und Gebärden bzw. Gebärdensprache profitieren.

Zugangsvoraussetzungen

Formale Voraussetzungen:

  • Mittlerer Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss
    oder
  • der erweiterte erste allgemeine Schulabschluss
    oder
  • der erste allgemeine Schulabschluss und eine Ausbildung als Altenpflegehelfer/in oder Krankenpflegehelfer/in
    oder
  • der erste allgemeine Schulabschluss und eine andere, mindestens zwei Jahre dauernde Ausbildung
  • Der Einstieg in die Ausbildung ist nicht an ein Mindestalter gebunden.

Inhaltliche Voraussetzungen

  • Freude an der Arbeit mit gehörlosen zu pflegenden Menschen
  • Interesse an pflegerischer Arbeit
  • Psychosoziale Kompetenz (Einfühlungsvermögen)
  • Körperliche und seelische Belastbarkeit
  • Lebenspraktische Selbstständigkeit
  • Fähigkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache / Bereitschaft, diese zu erwerben
  • Ausreichende Schriftsprachkompetenz für die Pflegedokumentation bzw. das Lesen von Pflegeberichten

Finanzierung

Die Ausbildung ist in der Regel Teil einer Rehamaßnahme des TSBW Husum oder einer anderen von der Agentur für Arbeit geförderten Ausbildung bzw. Umschulung. Anerkennung nach AZWV liegt vor.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst etwa die Hälfte der Ausbildungszeit. Ein Teil der Praktika kann wohnortnah durchgeführt werden. Es gibt in Deutschland einige Einrichtungen, die sich auf die Pflege von gehörlosen Menschen spezialisiert haben.

Prüfung

Staatliche Abschlussprüfung durch das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein

Bewerbung

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung:

IBAF-Gehörlosenfachschule
Arsenalstraße 2-10
24768 Rendsburg
Telefon: 04331 1267-0
Telefax: 04331 1267-14
info-TextEinschließlichBindestrichenLöschen-@gehoerlosenfachschule.de

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